Trotskiy

Buchwerk - Beeden - Alles aus Papier

Hawk 75A-4_modellTrotskiy Flugzeugmodelle sind leicht zu bauen. Ein richtiges Wochenendprojekt. Wer daran Interesse hat, kommt nun unter der URL “http://raktapaksha.lolipop.jp” (Juni 2011) auf die Download-Seite.

Angeboten wird immer nur ein Modell, heutzutage als Bild auf der Startseite. Ein neuer DownloadDownload steht in unregelmässigen Abständen zur Verfügung. Es sollte daher  öfters mal nachgeschaut werden, ob es wieder was zu basteln gibt. Manchmal ist es nur ein Tag, bis ein neues Modell zur Verfügung steht.

Die Bastelbogen werden als geschütze PDF-Datei angeboten. Zum Öffnen benötigt man den Adobe Acrobat Reader Version 9 (auch Foxit Reader) und ein Passwort, das aber nicht schwer zu erraten ist.

passwort

Ich drucke nun die PDF-Datei - ältere Bogen sind im  A3 Format, die neuen Modelle nun auf A4 - auf einem HP Deskjet 1100C aus.  Den Drucker habe ich über ein bekanntes Aktionshaus im Internet ersteigert (sogar 2x) und bin ganz zudrucker_600frieden damit. Als Papier benütze ich Fotopapier Lux Brilliant (Schwarzwald Mühle) mit 160/m².

(Da es nun die Modelle auch als A4 Bogen gibt, drucke ich die Bogen mit einem Farblaser aus - im Moment ein Brother HL3040CN.)

Nach dem Druck wird der Bogen mit einem UV-Schutz und einem Lichtschutz-Lack-Spray versehen und über Nacht trocknen lassen. Leider habe ich noch wenig Erfahrung  über die Farbbeständigkeit der Modelle. Die Zukunft wird aber zeigen, wie blass die “Flieger” einmal aussehen. Aber dann kann man ja schnell wieder einen neuen basteln. (Viele der o.g. Anmerkungen haben sich mit dem Druck auf dem FarbLaser erledigt.)

Nun zum Zusammenbau der Modelle. Jeder Modellbauer hat so sein eigenes System und auch ich habe mir im Laufe der Jahre eine gewisse Abfolge angeeignet. Wenn es nicht anders sein muss, so schneide ich mir immer nur die Bauteile aus, die ich gerade brauche. Und so mache ich es auch bei diesem Trotskiy-Modell. Als Beispiel habe ich den Bogen Hawk 75A-4 ausgesucht.

Ich schneide als erstes den Rumpf und die Nase aus und kerbe mit einer Ahle die Faltlinien ein. Beim Ausschneiden sollte man rumpf_nase_300nicht die Schlitze für das Höhenleitwerk vergessen - es ist nachher nicht mehr so einfach, saubere Schnitte in den verklebten Rumpf zu bekommen. Mit einem grauen Filzstift färbe ich dort, wo es nötig ist, die Kanten ein. Ansonsten lasse ich so weit wie möglich die Modelle “ungesupert” - das hat auch seinen Reiz. Zusammengeklebt werden die Bauteile auf den hellgelben Flächen. Und die Passgenauigkeit war bei den bisherigen Modellen hervorragend. Als Kleber verwende ich “kittifix” - damit habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht. Beim Zusammenbau des Rumpfes ist noch darauf zu achten, dass die Schlitze zum Einstecken der Tragflächen nicht zugeklebt werden.

Als nächstes schneide ich die Abdeckung der Nase aus, färbe die Kanten und bringe das “gelbe” Teil von hinten in die Nase. rump_geklebt_300Oft verdopple ich noch das Bauteil, damit die Rundung besser wird. Die kleinen Klebelaschen werden von vorne aufgeklebt worauf gleich der zweite Teil befestigt wird. Speziell zu diesem Modell gab es noch eine besondere Spindelform. Da ich meine Modelle nicht zum Fliegen benutze,  bringe ich auf der Nase noch eine Rundfolie auf, die einen laufenden Propeller imitiert. Die Vorlage dazu habe ich hier gefunden.  (Bei diesem Modell lasse ich  die Prop-Disk erst mal weg - eventeuell lasse ich mir was anderes einfallen.)

Nun kommt die große Tragfläche ans Werk. Dazu ritze ich die (rote) Faltlinie, falte das Blatt um und teste mit einer Ahle (oder einer spitzen Nadel) ob der Druck passgenau ist. Anschliessend verklebe ich beide Teile mit einem Sprühkleber und lasse das ganze unter Druck trocknen. Flügel-kanteNatürlich geht das kleben auch mit einem Bastelleim, aber dann dauert bei der großen Fläche das Trocknen etwas länger.
Auch die hintere Tragfläche wird nach dem gleichen Verfahren bearbeitet - ritzen, falten, kleben und trocknen lassen. Danach werden diese Teile aus- geschnitten, Kanten gefärbt und eingebaut.
Der Einbau der großen Tragfläche ist bei fast allen Trotskiy Modellen gleich. Die Tragfläche enthält zwei Laschen, die in die Schlitze am Unterteil des Rumpfes eingesteckt werden. Da ich meine Modelle ja nicht fliegen lasse, klebe ich die Flügel auch fest an den Rumpf.
Die Nase wird nun fest auf den Rumpf gesteckt - auch hier verklebe ich - geflogen wird ja nicht. Das Höhenleitwerk wird teile_2nun in den Schlitz eingeschoben und später mit dem Rumpf verklebt. Nun werden die nächsten Teile ausgeschnitten - das Seitenleitwerk. Auch hier ritze ich erst die Faltlinie vor, falte das Stück zusammen und schneide aus ohne zu verkleben. Verleimt wird es dann auf besondere Art mit dem Rumpf.

Nun fehlen noch die Räder und das Dach der Kabine. Auch die Räder werden gefaltet, geklebt (getrocknet) und ausgeschnitten. Diese werden dann stumpf auf die Tragfläche geklebt. Das kleine Rad wird stumpf auf den hinteren Teil des Rumpfes geklebt. nachdem die Räder getrocknet sind - am besten über Nacht - benetze ich sie mit Sekundenkleber. Dadurch werden sie hart und halten auch das Gewicht des Flugzeuges aus. Informationen und Tips dieser Art findet man in den einschlägigen Foren zum Kartonbau.  Jeder “Kartonist” sollte sich dort einmal umsehen.

Als letztes fehlen noch Fenster/Dach der Kabine. Ausschneiden, Kanten färben, in Form kleben und auf den Rumpf aufbringen. Das sind die letzten Schritte zum Fertigbau meines kleinen Modells - und Schade, nichts mehr zu tun.

Aber auf der Festplatte schlummern ja noch etliche ungebaute Modelle. Und Herr Trotskiy hat hoffentlich noch nicht aufgehört, weitere “Flieger” zu entwickeln.

Noch ein kleiner Hinweis: Auf dem Druckbogen befindet Hawk 75A-4sich auch eine Seitenansicht des Modells (fast immer) in der Originalgröße. Diese Zeichnung ist von großer Hilfe beim Festlegen von Bauteilen etc.

(November 2009) Seit ein paar Monaten werden die Modelle von Herrn Trotskiy wieder überarbeitet. Nun ist der Rhythmus der Veröffentlichung etwas langsamer - aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Bogen können nun auch mit einem üblichen A4 Drucker ausgedruckt werden. Hier einmal ein Beispiel eines der neuen Modelle: Trotskiy_neu

Es werden auch verschiedene Variationen der Flugzeuge angeboten - alles in Allem eine großartiger Service vom Entwickler der Modelle.

Ich freue mich, wenn diese Anleitung etwas helfen kann. Sollten Fehler drin sein, oder man hat Vorschläge wie man’s  besser machen kann, würde ich mich über eine e-Mail sehr freuen.

vers.: 2011-06-12


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